EPS als Dämmstoff
Erfahren Sie hier alles über die Vorteile und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von EPS als Dämmstoff. Expandiertes Polystyrol, besser bekannt als Styropor®, ist ein bewährter Dämmstoff für moderne Bauweisen, der durch seine hohe Dämmleistung, seine Langlebigkeit und seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten überzeugt. Durch die Reduzierung von Wärmeverlusten kann EPS-Dämmung den Energiebedarf von Gebäuden und damit auch die nutzungsbedingten CO₂-Emissionen reduzieren. Darüber hinaus kann EPS je nach Anwendung zum Schallschutz beitragen. Entdecken Sie, wie EPS-Dämmung zu einem angenehmen Raumklima beiträgt und durch einen geringeren Heiz- und Kühlenergiebedarf langfristig auch die Energiekosten eines Gebäudes senken kann.

Dämmung: Was sie kann und wo ihre Vorteile liegen – ein Interview mit dem Klassik Radio
Hören Sie hier, was der IVH zum Thema Wärmedämmung allgemein und EPS-Dämmstoffen spezifisch in einem Interview mit „Klassik Radio“ sagt.
Teil 1:
– Warum wird so oft über Wärmedämmung gesprochen?
– Warum ist Wärmedämmung ein essenzieller Teil einer energetischen Sanierung?
– Der Wohlfühleffekt von Wärmedämmung.
Teil 2:
– Mythen rund ums Thema Wärmedämmung: die atmende Wand / Schimmelbildung
– Muss / kann sich Dämmung rechnen?
– Energieberater
Teil 3:
– Gängige Wärmedämmstoffe
– Was sind die Vorteile von EPS gegenüber anderen Dämmstoffen?
– EPS: Innovative Entwicklungen: Bio-Rohstoff und Recycling
Teil 4:
– Was ist der Industrieverband Hartschaum (IVH)?
– Warum wurde der IVH gegründet?
– Die Zukunft von Wärmedämmung in Deutschland.
Expandiertes Polystyrol (EPS)
Expandiertes Polystyrol (EPS), besser bekannt als Styropor®, spielt eine wichtige Rolle in der modernen Bauindustrie, insbesondere als Dämmstoff. EPS überzeugt durch seine hohe Dämmleistung, seine Langlebigkeit und seinen geringen Materialeinsatz. Durch seine Dämmwirkung kann EPS den Energiebedarf von Gebäuden über viele Jahrzehnte reduzieren. Die Umweltwirkungen von EPS-Dämmstoffen über den Lebenszyklus werden transparent in Umweltproduktdeklarationen (EPDs) ausgewiesen.

Was ist EPS?
EPS oder „Expandiertes Polystyrol“ ist ein leichter, vielseitiger Schaumstoff, der hauptsächlich aus dem Kohlenwasserstoff Styrol besteht. Durch das Aufschäumen der Styrolkugeln auf das bis zu Fünfzigfache ihres ursprünglichen Volumens entsteht ein Material, das bis zu 98 % aus Luft besteht. Diese besondere Struktur verleiht EPS seine ausgezeichneten Dämmeigenschaften. Durch die Reduzierung von Wärmeverlusten kann EPS-Dämmung den Energiebedarf von Gebäuden und damit auch die nutzungsbedingten CO₂-Emissionen reduzieren.

Vorteile von EPS-Dämmung:
Energieeffizienz, Langlebigkeit und Belastbarkeit
EPS-Dämmung zeichnet sich durch ihre hohe Dämmleistung, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit aus. Ihr geringes Gewicht und die einfache Handhabung erleichtern die Verarbeitung und können zur Senkung der Baukosten beitragen. Die hohe Druckfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit ermöglichen zudem einen dauerhaften Einsatz in unterschiedlichsten Anwendungen.
Dank seiner geschlossenzelligen Struktur nimmt EPS nur wenig Wasser auf, bleibt formstabil und behält seine Dämmeigenschaften über Jahrzehnte. Auch unter hoher mechanischer Beanspruchung bleibt EPS zuverlässig und dauerhaft leistungsfähig. Die hohe Druckfestigkeit, je nach Produkttyp zwischen 100 und 200 kPa, ermöglicht den Einsatz auch bei Anwendungen mit hohen Lasten, beispielsweise auf Flachdächern.
Recyclingfähigkeit von EPS
Ein weiterer wichtiger Vorteil: EPS ist technisch vollständig recyclingfähig. Produktionsreste, saubere Baustellenverschnitte und geeignete Rückbaumaterialien können stofflich recycelt und wieder als Rohstoff eingesetzt werden. Je nach Materialqualität und Recyclingverfahren kann das aufbereitete EPS beispielsweise bei der Herstellung neuer EPS-Produkte oder als Sekundärrohstoff für andere Anwendungen verwendet werden.
Rücknahme- und Recyclingsysteme ermöglichen die getrennte Erfassung geeigneter EPS-Materialien und deren Zuführung zum Recycling. Wie viel EPS tatsächlich stofflich recycelt wird, hängt unter anderem von der getrennten Erfassung sowie den verfügbaren Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen ab.

Anwendungsgebiete und Installation:
Von Fassadendämmungen über Dach- bis hin zu Perimeterdämmungen – EPS bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bauwesen. Die einfache Handhabung und die Möglichkeit, EPS in verschiedene Formen zu schneiden, ermöglichen eine einfache Integration in unterschiedliche Baukonzepte. Durch seine Dämmwirkung kann EPS Wärmeverluste und damit den Energiebedarf von Gebäuden reduzieren.
Gut zu wissen: Im Bereich der Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) stellt expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) den mit Abstand meistverwendeten Dämmstoff dar. Aktuell werden über 50 % aller Fassaden in WDVS-Bauweise mit EPS gedämmt – zunehmend mit der grauen Variante, die durch eingearbeitete Graphitpartikel eine optimierte Wärmeleitfähigkeit bietet. EPS kombiniert sehr gute Dämmeigenschaften mit geringem Flächengewicht, einfacher Verarbeitung und einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis – sowohl in der Herstellung als auch in der Anwendung.
EPS-Dämmstoffe stehen in mehreren Wärmeleitgruppen (WLG) zur Verfügung: 031, 032, 035, 040 und 045. Je niedriger die Wärmeleitgruppe, desto höher die Dämmwirkung bei gegebener Schichtdicke. Insbesondere die hochleistungsfähigen Qualitäten WLG 031 und 032 ermöglichen es, kompakte Wandaufbauten zu realisieren, ohne die energetische Performance zu beeinträchtigen. Dies ist insbesondere bei Sanierungsmaßnahmen mit begrenztem Bauraum oder denkmalpflegerischen Vorgaben von Vorteil, da tiefgreifende bauliche Anpassungen – z. B. das Versetzen von Fensterbänken, Laibungen oder Rollladenkästen – häufig entfallen können.

Energie- und CO₂-Amortisation von EPS:
EPS-Dämmstoffe weisen einen vergleichsweise geringen Einsatz grauer Energie auf. Unter „grauer Energie“ wird die gesamte Menge nicht erneuerbarer Primärenergie verstanden, die für die vorgelagerten Prozesse von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Verarbeitung bis zur Entsorgung einschließlich der erforderlichen Transporte und Hilfsmittel benötigt wird.
Graues EPS kann die mit seiner Herstellung verbundenen CO₂-Emissionen durch die während der Nutzung erzielten Energieeinsparungen bereits nach etwa fünf bis acht Monaten ausgleichen. Danach trägt die Dämmung über ihre weitere Nutzungsdauer zur Reduzierung des Energiebedarfs des Gebäudes bei.
Auch gesundheitliche Aspekte werden bei der Bewertung von Dämmstoffen berücksichtigt. EPS-Dämmstoffe erfüllen die für ihre jeweiligen Anwendungen geltenden Anforderungen. Untersuchungen zeigen zudem, dass die VOC-Emissionen von EPS deutlich unter den relevanten Grenzwerten liegen.
Qualitätstypen und Normen:
Die Qualität von EPS-Dämmstoffen wird durch Normen wie DIN EN 13163 und DIN 4108-10 sichergestellt, die Anforderungen an die Produkteigenschaften und die Anwendung von EPS-Dämmstoffen festlegen. Die Einhaltung dieser Anforderungen gewährleistet definierte technische Eigenschaften und ermöglicht einen zuverlässigen und anwendungsgerechten Einsatz von EPS-Dämmstoffen. Durch ihre Dämmwirkung können EPS-Dämmstoffe Wärmeverluste reduzieren und damit zur Senkung des Energiebedarfs von Gebäuden beitragen.
Aufklärung – der Mythos der „atmenden Wand“
Dass Wände atmen können und/oder müssen, hält sich selbst in Fachkreisen als hartnäckiger Mythos. Wir klären mit einem kurzen Video auf: Nur etwa 1% des Luftaustausches erfolgt über die Wand, 99% durch Lüften über Fenster und Türen.
Und nein, EPS-Dämmstoffe sind auch kein „Plastik“, das die Wand „dicht“ macht. EPS-Dämmstoffe sind diffusionsoffen, also luftdurchlässig, in gleicher Weise wie Holz.
Geschichte des Polystyrol
Polystyrol wurde vor fast 200 Jahren durch einen Zufall entdeckt: Der deutsche Apotheker Eduard Simon isolierte 1839 eine ölige Substanz namens „Styrol“ aus dem Harz des orientalischen Amberbaums. Er bemerkte, dass Styrol von selbst zu einer gummiartigen Masse, die er „Styroloxid“ nannte, aushärtete. Später erkannte man, dass dieses Material ein Polymer war.
In den 1920er Jahren zeigte der Chemiker Hermann Staudinger, dass Polymere aus langen Ketten von Moleküleinheiten bestehen, was zur Entwicklung der modernen Polymerchemie führte. In den 1930er Jahren begann die industrielle Produktion von Polystyrol durch IG Farben. In den 1940er Jahren erfand Fritz Stastny bei BASF expandierbares Polystyrol (EPS), indem er ein Treibmittel hinzufügte, das beim Erhitzen zur Expansion führte. 1951 meldete BASF das Verfahren zur Herstellung von EPS unter dem Markennamen „Styropor“ zum Patent an, das schnell populär wurde und zahlreiche Anwendungen fand.

EPS: Der nachhaltige Dämmstoff für die moderne Bauindustrie
Hören Sie hier, was der IVH zum Thema Wärmedämmung allgemein und EPS-Dämmstoffen spezifisch in einem Interview mit „Klassik Radio“ sagt.
Teil 1:
– Warum wird so oft über Wärmedämmung gesprochen?
– Warum ist Wärmedämmung ein essenzieller Teil einer energetischen Sanierung?
– Der Wohlfühleffekt von Wärmedämmung.
Teil 2:
– Mythen rund ums Thema Wärmedämmung: die atmende Wand / Schimmelbildung
– Muss / kann sich Dämmung rechnen?
– Energieberater
Teil 3:
– Gängige Wärmedämmstoffe
– Was sind die Vorteile von EPS gegenüber anderen Dämmstoffen?
– EPS: Innovative Entwicklungen: Bio-Rohstoff und Recycling
Teil 4:
– Was ist der Industrieverband Hartschaum (IVH)?
– Warum wurde der IVH gegründet?
– Die Zukunft von Wärmedämmung in Deutschland.
Expandiertes Polystyrol (EPS)
Expandiertes Polystyrol (EPS), im Volksmund oft als Styropor bekannt, spielt eine entscheidende Rolle in der modernen Bauindustrie, insbesondere als Dämmstoff. EPS überzeugt nicht nur durch seine hervorragende Isolierfähigkeit und Langlebigkeit, sondern auch durch seine beeindruckende Ökobilanz, die es zu einem bevorzugten Material für nachhaltiges Bauen macht.

Was ist EPS?
EPS oder „Expandiertes Polystyrol“ ist ein leichter, vielseitiger Schaumstoff, der hauptsächlich aus dem Kohlenwasserstoff Styrol besteht. Durch das Aufschäumen der Styrolkugeln auf das bis zu Fünfzigfache ihres ursprünglichen Volumens entsteht ein Material, das bis zu 98% aus Luft besteht. Diese einzigartige Struktur verleiht EPS seine ausgezeichneten Dämmeigenschaften und trägt zu seiner positiven Ökobilanz bei, indem es den Energieverbrauch von Gebäuden deutlich reduziert.

Vorteile von EPS-Dämmung:
EPS-Dämmung zeichnet sich durch ihre Energieeffizienz, Langlebigkeit und Kosteneffektivität aus. Ihr geringes Gewicht und die einfache Handhabung erleichtern die Installation und tragen zur Senkung der Baukosten bei. Darüber hinaus verbessert die außergewöhnliche Druckfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit von EPS die Lebensdauer von Gebäuden und unterstützt eine positive Ökobilanz durch Minimierung von Reparatur- und Wartungsarbeiten.

Anwendungsgebiete und Installation:
Von Fassadendämmungen über Dach- bis hin zu Perimeterdämmungen – EPS bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bauwesen. Die einfache Handhabung und die Fähigkeit, in verschiedene Formen geschnitten zu werden, ermöglichen eine nahtlose Integration in verschiedene Baukonzepte, was die Ökobilanz des Gebäudes durch verbesserte Energieeffizienz weiter optimiert.

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit:
EPS-Dämmung zeichnet sich durch ihre Energieeffizienz, Langlebigkeit und Kosteneffektivität aus. Ihr geringes Gewicht und die einfache Handhabung erleichtern die Installation und tragen zur Senkung der Baukosten bei. Darüber hinaus verbessert die außergewöhnliche Druckfestigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit von EPS die Lebensdauer von Gebäuden und unterstützt eine positive Ökobilanz durch Minimierung von Reparatur- und Wartungsarbeiten.
Qualitätstypen und Normen:
Die Qualität von EPS-Dämmstoffen wird durch strenge Normen wie DIN EN 13163 und DIN 4108-10 sichergestellt, die sowohl die Produkteigenschaften als auch die Anwendungsstandards regeln. Die Einhaltung dieser Normen garantiert die Zuverlässigkeit von EPS und trägt zur positiven Ökobilanz des Materials bei, indem sie sicherstellt, dass die Dämmung effektiv zur Energieeffizienz von Gebäuden beiträgt.
Geschichte des Polystyrol
Polystyrol wurde vor fast 200 Jahren durch einen Zufall entdeckt: Der deutsche Apotheker Eduard Simon isolierte 1839 eine ölige Substanz namens „Styrol“ aus dem Harz des orientalischen Amberbaums. Er bemerkte, dass Styrol von selbst zu einer gummiartigen Masse, die er „Styroloxid“ nannte, aushärtete. Später erkannte man, dass dieses Material ein Polymer war.
In den 1920er Jahren zeigte der Chemiker Hermann Staudinger, dass Polymere aus langen Ketten von Moleküleinheiten bestehen, was zur Entwicklung der modernen Polymerchemie führte. In den 1930er Jahren begann die industrielle Produktion von Polystyrol durch IG Farben. In den 1940er Jahren erfand Fritz Stastny bei BASF expandierbares Polystyrol (EPS), indem er ein Treibmittel hinzufügte, das beim Erhitzen zur Expansion führte. 1951 meldete BASF das Verfahren zur Herstellung von EPS unter dem Markennamen „Styropor“ zum Patent an, das schnell populär wurde und zahlreiche Anwendungen fand.

Qualitätstypen
Welche Qualität ein Dämmstoff hat, ergibt sich aus dem Leistungsniveau des Dämmproduktes, d. h. den Eigenschaften, die für den vorgesehenen Verwendungszweck erforderlich sind, und der Sicherheit, dass die erforderliche Leistung auch erbracht wird.
Die Qualitätssicherung von EPS-Hartschaum durch werkseigene Produktionskontrollen der IVH-Mitglieder gewährleistet dem Anwender, dass die Produktqualität stimmt und in regelmäßigen Abständen überprüft wird.
In der DIN EN 13163 (Produkte aus expandiertem Polystyrol (EPS)) sind die Produkteigenschaften des Dämmstoffs geregelt, DIN 4108-10 beispielsweise regelt die Anwendungen von Wärmedämmungen und damit auch von EPS.
Die Qualitätstypen des IVH für Dämmstoffe aus EPS-Hartschaum entsprechend diesen Regelungen.
