Ostsee-Staaten verabschieden neue Leitlinien für den nachhaltigen Umgang mit EPS-Dämmstoffen

Kategorien: Aktuelles

26. November 2025

Ostsee-Staaten verabschieden neue Leitlinien für den nachhaltigen Umgang mit EPS-Dämmstoffen

HELCOM veröffentlicht Empfehlungen für Bau- und Abbruchbaustellen

Die Helsinki-Kommission (HELCOM), eine zwischenstaatliche Organisation der Ostsee-Anrainerstaaten und der EU, hat neue Leitlinien zum nachhaltigen Umgang mit expandiertem Polystyrol (EPS) auf Bau- und Abbruchbaustellen veröffentlicht. Ziel ist es, Handwerksbetriebe zu sensibilisieren, Materialverluste zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Die Empfehlungen umfassen den gesamten Lebenszyklus – von der Planung und Produktwahl bis zur sortenreinen Sammlung, Lagerung und dem Recycling von EPS-Abfällen.

EPS: Energiesparend, weit verbreitet und seit Jahrzehnten etabliert

„EPS-Dämmstoffe gehören zu den am häufigsten verwendeten Dämmstoffen in Europa und sind über ihre gesamte Lebensdauer echte Energiesparer“, sagt Serena Klein, Geschäftsführerin des Industrieverbandes Hartschaum (IVH). „Die Leitlinien betonen eine nachhaltige Planung mit Herstellern, die Baustellenverschnitte zurücknehmen. In Deutschland ist das schon seit über 30 Jahren gelebte Praxis. Wir sind hier vorbildlich.“

Die Leitlinien wurden gemeinsam mit Vertretern der europäischen EPS-Industrie entwickelt und richten sich an Akteure aus Bauwesen, Abfallwirtschaft und Politik. Sie legen den Schwerpunkt auf eine sichere, materialeffiziente Verarbeitung auf der Baustelle und auf konsequentes Recycling – sowohl mechanisch als auch chemisch.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Mikroplastik in der Ostsee

Die neuen Leitlinien setzen die HELCOM-Empfehlung 42-43/4 (2022) zur Reduzierung von Polystyrol-Emissionen um. Obwohl die Hauptquellen für Mikroplastik in der Ostsee laut HELCOM-Recherchen Reifenabrieb, Textilien und Abwasser sind, zeigt eine 2018 veröffentlichte Strandmüll-Studie von Helcom, dass Polystyrol je nach Land zwischen <1 % und 12 % der gefundenen Kunststoffabfälle ausmacht. Deutschland liegt dabei im unteren Bereich mit weniger als 1 %.

„Auch wenn EPS-Dämmstoffe nicht die Hauptursache für Mikroplastik an deutschen Ostseestränden sind, haben wir als Industrie die Mittel und das Know-how, um die Umweltauswirkungen noch weiter zu verringern“, so Klein.

Deutsche Hersteller setzen seit Jahren auf Prävention

Die IVH-Geschäftsführerin erläutert: „Die deutschen EPS-Dämmstoffhersteller beteiligen sich seit Jahren an der Null-Granulat-Initiative unseres Verbandes und haben ihre Werke und Produktionsprozesse entsprechend optimiert. Das Personal wird regelmäßig geschult.“

Die Null-Granulat-Initiative ist Teil von Operation Clean Sweep, einer freiwilligen, weltweiten Initiative der Kunststoffindustrie. Ihr Ziel: zu verhindern, dass Kunststoff-Pellets, -Flocken und -Pulver in die Umwelt gelangen.

Fazit von HELCOM: Wertvolles Material bei richtiger Behandlung

Die Helcom-Leitlinien kommen zu einem klaren Ergebnis: „EPS ist für die meisten Anwendungen ein wertvolles, nachhaltiges Material, das sich bei effektiver Sammlung problemlos in die Kreislaufwirtschaft integrieren lässt.“

Die vollständigen Leitlinien sind abrufbar hier.

Über HELCOM

Die Helsinki-Kommission (HELCOM) ist eine zwischenstaatliche Organisation zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee. Sie wurde 1974 durch das Helsinki-Übereinkommen gegründet und vereint die Ostsee-Anrainerstaaten sowie die Europäische Union. HELCOM arbeitet an der Verringerung der Umweltverschmutzung, dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen. Ihre Leitlinien bieten Staaten, Industrie und Interessengruppen praktische Instrumente zur Verbesserung der Umweltleistung und zur Unterstützung regionaler Nachhaltigkeitsziele.

Zum Download der Pressemitteilung (PDF)

Ostsee-Staaten verabschieden neue Leitlinien für den nachhaltigen Umgang mit EPS-Dämmstoffen

HELCOM veröffentlicht Empfehlungen für Bau- und Abbruchbaustellen

Die Helsinki-Kommission (HELCOM), eine zwischenstaatliche Organisation der Ostsee-Anrainerstaaten und der EU, hat neue Leitlinien zum nachhaltigen Umgang mit expandiertem Polystyrol (EPS) auf Bau- und Abbruchbaustellen veröffentlicht. Ziel ist es, Handwerksbetriebe zu sensibilisieren, Materialverluste zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Die Empfehlungen umfassen den gesamten Lebenszyklus – von der Planung und Produktwahl bis zur sortenreinen Sammlung, Lagerung und dem Recycling von EPS-Abfällen.

EPS: Energiesparend, weit verbreitet und seit Jahrzehnten etabliert

„EPS-Dämmstoffe gehören zu den am häufigsten verwendeten Dämmstoffen in Europa und sind über ihre gesamte Lebensdauer echte Energiesparer“, sagt Serena Klein, Geschäftsführerin des Industrieverbandes Hartschaum (IVH). „Die Leitlinien betonen eine nachhaltige Planung mit Herstellern, die Baustellenverschnitte zurücknehmen. In Deutschland ist das schon seit über 30 Jahren gelebte Praxis. Wir sind hier vorbildlich.“

Die Leitlinien wurden gemeinsam mit Vertretern der europäischen EPS-Industrie entwickelt und richten sich an Akteure aus Bauwesen, Abfallwirtschaft und Politik. Sie legen den Schwerpunkt auf eine sichere, materialeffiziente Verarbeitung auf der Baustelle und auf konsequentes Recycling – sowohl mechanisch als auch chemisch.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Mikroplastik in der Ostsee

Die neuen Leitlinien setzen die HELCOM-Empfehlung 42-43/4 (2022) zur Reduzierung von Polystyrol-Emissionen um. Obwohl die Hauptquellen für Mikroplastik in der Ostsee laut HELCOM-Recherchen Reifenabrieb, Textilien und Abwasser sind, zeigt eine 2018 veröffentlichte Strandmüll-Studie von Helcom, dass Polystyrol je nach Land zwischen <1 % und 12 % der gefundenen Kunststoffabfälle ausmacht. Deutschland liegt dabei im unteren Bereich mit weniger als 1 %.

„Auch wenn EPS-Dämmstoffe nicht die Hauptursache für Mikroplastik an deutschen Ostseestränden sind, haben wir als Industrie die Mittel und das Know-how, um die Umweltauswirkungen noch weiter zu verringern“, so Klein.

Deutsche Hersteller setzen seit Jahren auf Prävention

Die IVH-Geschäftsführerin erläutert: „Die deutschen EPS-Dämmstoffhersteller beteiligen sich seit Jahren an der Null-Granulat-Initiative unseres Verbandes und haben ihre Werke und Produktionsprozesse entsprechend optimiert. Das Personal wird regelmäßig geschult.“

Die Null-Granulat-Initiative ist Teil von Operation Clean Sweep, einer freiwilligen, weltweiten Initiative der Kunststoffindustrie. Ihr Ziel: zu verhindern, dass Kunststoff-Pellets, -Flocken und -Pulver in die Umwelt gelangen.

Fazit von HELCOM: Wertvolles Material bei richtiger Behandlung

Die Helcom-Leitlinien kommen zu einem klaren Ergebnis: „EPS ist für die meisten Anwendungen ein wertvolles, nachhaltiges Material, das sich bei effektiver Sammlung problemlos in die Kreislaufwirtschaft integrieren lässt.“

Die vollständigen Leitlinien sind abrufbar hier.

Über HELCOM

Die Helsinki-Kommission (HELCOM) ist eine zwischenstaatliche Organisation zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee. Sie wurde 1974 durch das Helsinki-Übereinkommen gegründet und vereint die Ostsee-Anrainerstaaten sowie die Europäische Union. HELCOM arbeitet an der Verringerung der Umweltverschmutzung, dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen. Ihre Leitlinien bieten Staaten, Industrie und Interessengruppen praktische Instrumente zur Verbesserung der Umweltleistung und zur Unterstützung regionaler Nachhaltigkeitsziele.

Zum Download der Pressemitteilung (PDF)